Das einzigartige Ägypten! |
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| Ägypten
liegt im äußersten Nordosten Afrikas und greift mit der Halbinsel
Sinai nach Asien über. Es ist Brückenland zwischen Afrika und Asien,
Mittelmeer und Rotem Meer und liegt in der Mitte der islamischen Welt. Das ägyptische Staatsgebiet grenzt im Nordosten an Israel. Die Grenzen zum Sudan im Süden und zu Libyen im Westen verlaufen größtenteils schnurgerade. Die Entfernung von Frankfurt (Main) nach Kairo beträgt ca. 2950 km Luftlinie. Über 95% des Landes bestehen aus menschenleeren Wüsten. Bis auf die Sinaihalbinsel und einen schmalen Steppenstreifen am Mittelmeer liegt der ägyptische Staat in der Sahara. Das Niltal ist die größte Flußoase der Erde! Hier findet man das eigentliche, lebendige Ägypten mit immerhin 55 Millionen Einwohnern, wovon allein in Kairo etwa 18 Millionen Menschen leben! Ägypten hat, mit Ausnahme des Küstenstreifens, Wüstenklima. Nach Süden hin nehmen die Niederschläge rasch ab. So fallen in Alexandria lediglich 191 mm, in Kairo nur noch 24 mm und in Asswan nicht einmal l mm Niederschlag im Jahr. Der Gegensatz zwischen Niltal und Wüste spiegelt sich in den Böden wider; er wurde von den alten Ägyptern mit den Ausdrücken "Schwarzes Land - Rotes Land" bezeichnet. Der dunkle Nilschlamm ist bis zu 10 m mächtig und sehr fruchtbar. Deshalb ist Ägypten trotz der Industrialisierung ein Agrarland. Meist wird noch nach althergebrachten Methoden angebaut und ein ausgetüfteltes Bewässerungssystem macht sogar mehrere Ernten im Jahr möglich. Typische Winterfrüchte sind Weizen, Gerste, Bohnen und Zwiebeln. Im Sommer werden Reis, Hirse, Zuckerrohr und vor allem Baumwolle angebaut. Etwa 85% der Bevölkerung stammen von den Ägyptern der Pharaonenzeit ab. Es sind keine Araber, sondern Verwandte der berberischen Atlasbevölkerung. Bauern wurden von den Arabern Fellachen genannt (arab. felah = das Feld bebauen). Das altägyptische Element hat sich am ehesten in den Kopten erhalten, die eine christliche Minderheit von sieben Prozent gegenüber dem Islam (93%) darstellen. Seit dem heiligen Krieg der Araber ist der Islam die Hauptreligion Ägyptens. Neben den etwa 80000 Beduinen, die als Nomaden in den Wüsten leben, gibt es noch die aus dem Sudan stammenden Nubier, deren Lebensraum durch den Nassersee weitgehend über- flutet wurde. Eines der größten Probleme Ägyptens ist das starke Bevölkerungswachstum von ca. 3% jährlich. Im Delta leben über 1000 Einwohner pro km². Damit gehört es zu den am dichtesten bevölkerten Gebieten der Erde. Als sehr altes Land kann Ägypten auf eine besonders umfangreiche Geschichte zurückblicken. Allein das Reich der göttlichen Pharaonen dauerte 3200 Jahre. Das Alte Reich (2780 - 2263 v. Chr.) als Zeitalter der mächtigen Pyramiden, das Mittlere Reich mit den Eroberungen Ägyptens durch asiatische Völker wie auch das Neue Reich (1550 -1070 v. Chr.), in dem unter Thutmosis III. eine Großmacht entstand, und die zahlreichen Felsengräber und Tempel zeugen genauso von der unvergleichlichen Vergangenheit Ägyptens wie die steinernen Monumente aus der Zeit der Ramsessiden, Nubier, Perser, Griechen, Römer, Mamelucken und Türken. Erst in diesem Jahrhundert, nach einer Zeit als britisches Protektorat, wurde Ägypten 1953 Republik. |
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